Freitag, 14. März 2008 4:54
Guten Morgen ihr Schlafmützen!
Nur mal zur Info, sollte jemand von euch heute morgen nach dem Weckerklingeln der Meinung sein, nicht genug Schlaf bekommen zu haben, weil er/sie das Gefühl hat erst vor wenigen Minuten ins Reich der Träume entschlummert zu sein, so kann das durchaus an komplexen Verschiebungen des Raum-Zeit-Kontinuums liegen, die uns in dieser Nacht heimgesucht haben. Es könnte natürlich auch einfach Einbildung sein, aber widmen wir uns lieber ersterer Theorie, weil sie einfach spannender klingt.
Ein Blick in den Sendeplan bei Antritt der Nachtschicht offenbarte mir, ich muss mich um zwei Sendungen weniger als normalerweise kümmern, und da wir uns in der ZDF-Woche befinden, gibt es kein ARD-Morgenmagazin, welches es vorzubereiten gilt. Sodann war mir klar, ich schreibe heute wieder einen schicken Nacht-News-Flash, damit vielleicht audiophobe LeserInnen mit einem Hauch von Amusement in den letzten Arbeitstag der Woche starten.
Soviel zum Plan. Die Umsetzung scheiterte daran, dass ich jetzt, 03:52 Uhr, zum ersten Mal etwas Luft habe. Wo sind die Stunden hin? Was ist passiert? Außerirdische? Schlafgas? Oder ist dieses Büro in Wirklichkeit eine riesige Zeitmaschine? Als ich das letzte Mal vor diesen Fragen stand, half mir die leere Flasche Wein neben mir und spiegelverkehrte Buchstaben auf meiner Stirn bei der Antwortfindung, dass ich vermutlich nur mit dem Kopf auf die Tastatur geknallt und steinartig eingeschlafen sein musste. Nicht so heute. Irgendwie haben die Tätigkeiten der Nacht wesentlich mehr Zeit verschlungen, als ich dachte. Daher nur zwei Kleinigkeiten zwischendurch:
Terrorkram: Die Al Kaida in Nordafrika stellt der österreichischen Regierung offenbar ein Ultimatum bis Sonntag 24:00 Uhr. Es beinhalte, Wien müsse für die Freilassung aller in Tunesien und Algerien inhaftierten Mitglieder der Al Kaida sorgen, erst dann würden die beiden Mitte Februar als Geiseln genommenden österreichischen Touristen freigelassen.
Weltraumzeugs: Zwei Astronauten der US-Raumfähre “Endeavour” montieren erfolgreich den kanadischen Wartungsroboter “Dextre” bei einem Außeneinsatz an der ISS.
Darüber hinaus… einen herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag meinem lieben Vater! 
(War zwar schon am 13., aber für mich ist heute noch gestern. Und die Sache mit den komischen Sendetagen, die nicht um 00:00 Uhr enden, wisst ihr ja auch schon!)
(Hinweis: Alle hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr!)